Sonntag, 5. Februar 2017

Wie man einen Glückspilz bäckt

Hallo,

lange war es hier ruhig, ich bin nicht untätig! Durch meinen neuen Wirkungskreis bei SOULCAKES bin ich ein kreativer Wirbelsturm, entwickle mit meinen Kunden Tortenkonzepte, erschaffe Designs usw. Vieles davon zeige ich auf der Facebookseite und der Homepage, wenn es dann umgesetzt ist.

Beim Aufräumen meines PCs habe ich ein Kurskonzept aus 2013 gefunden, welches in der Form nie Anwendung fand. Nun möchte ich es als FREEBIE mit Euch teilen, denn auch wenn ich es vom Design her heute anders umsetzen würde, finde ich die Idee nach wie vor sehr sehr süß und praktisch!

Denn immer wieder wird Fondant verteufelt.Er sei zu süß,  zu dick,  zu schwere Füllungen drunter. Also ich muss Euch sagen: Ich hab das nicht verbockt.... Aber ich hab Euch ne ganz tolle Lösung als Mittelweg.

Bitteschön: Hier ist der süße kleine Glückspilz von Freds erstem Geburtstag :)







Bauplan für einen Glückspilz


Plane Zwei Tage ein, denn  der Spiegel auf dem Pilz muss zuerst erstarren, bevor man die Kuppel füllen kann. Solltest Du meinen Rezeptvorschlag beim Stamm benutzen, dauert es ebenfalls 1 Nacht, bis dieser nutzbar wird.
Den Pilz-Stamm kann man in einer so genannten Flower-Pot-Style- Form backen. Auf gut schwäbisch ist das nichts anderes als ein „Blumentopf“- Bedingung, er muss unbenutzt sein und vorher gewaschen werden. Wer keinen Tontopf nehmen möchte, kann auch ganz normal einen zylindrischen Kuchen backen- man muss hinterher einfach mehr schnitzen. Man kann z.B. einen Nutellakuchen o.ä. auf dem Blech backen und mit einem Glas Ringe ausstechen. Allerdings gibt es dann Kuchenreste.

Für den Hut des Pilzes benötigt man eine Kuppeltorte, die man in einer speziellen Form, oder aber in einer normalen Schüssel (selbst Tupper könnte gehen) backen kann.
Wichtig ist, dass der Hut gut gestützt ist. Man kann dazu doppelte Tortenpappe unterlegen oder einen Mürbeteig daruntersetzen. Dieser sollte jedoch knusprig bleiben. Am besten arbeitet man mit einem 1mm dünnen Cakeboard.
Ich beschreibe euch den Vorgang anhand der Rezepte, die ich verwende. Ihr dürft sie gerne durch eigene ersetzen!
a)      Stamm
Für den Stamm den Tontopf mit Backpapier auslegen oder alternativ sehr gut fetten (ein Lob auf Formensprays) und etwas mehlen. Ich empfehle, ihn mit Backpapier auszulegen.
Am  Boden einen  Backpapierkreis einlegen. Mein Tontopf ist ca. 12 cm hoch und hat einen Durchmesser von 10 cm.
Ich nehme folgendes Rezept (muss aber eine Nacht in Klarsichtfolie im Kühlschrank übernachten, bevor man ihn aus der Form holt). Das Original ist 3-fach und sehr ergiebig.
50 g Schokolade Zartbitter in Stücken
80 g Butter in Stücken
70 ml Milch
100g  Zucker

in einer großen Schüssel schmelzen (Mikrowelle)
kurz abkühlen lassen,
1 Ei zugeben
2 El Rum/Kafeelikör zugeben

100 Mehl
10 g Backin
35g  Kakao
mischen und auf die obige Masse sieben, unterrühren

160 Grad Heißluft ca. 30 min backen- Stäbchenprobe machen! Der Blumentopf erhöht die Backzeit.
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b)      Hut

Beim Hut bieten sich mehrere Möglichkeiten: